Freitag, 18. November 2016

Haferle - Haferbrötchen zum Sonntagsfrühstück

Nach einer laaaaaangen Pause wurde endlich wieder synchron gebacken. Was habe ich mich gefreut!
Ausgesucht hatten sich Sandra und Zorra die Haferle vom Brotdoc, eine sehr gute Wahl. Ich hatte schon ewig keine frischen Brötchen mehr gebacken. Besonders toll fand ich, dass die Brötchen schon am Vorabend geformt werden, langes Kämpfen mit Brötchenteig am Sonntagmorgen hat schon mehr als einmal zu einem Unterzuckeranfall bei mir geführt. ;-)
Ich habe den Ablauf ein bisschen geändert. Die Brötchen habe ich auf der Terasse gehen lassen, aus Mangel an ausreichend Kleie habe ich sie erst am Morgen mit Haferflocken bestreut, außerdem habe ich sie erst Raumtemperatur annehmen lassen vor dem backen, weil sie kaum aufgegangen waren nach der Nacht. Sonst habe ich mich aber ans Rezept gehalten.



Leider hatte ich keine Zeit, das Synchronbacken so intensiv zu verfolgen, wie die letzten Male, da ich am Wochenende arbeiten musste, allerdings habe ich mich im Nachhinein durch die ganzen Ergebnisse geklickt, immer wieder toll! Gefühlt haben dieses mal sehr viele Leute mitgebacken, das fand ich sehr schön. Unten werd ich euch wieder die ganzen bloggenden Teilnehmerinnen verlinken, dann könnt ihr euch durchklicken.



Haferle - Haferbrötchen

Zutaten für ca. 19 Brötchen

Vorteig
200 g Weizenvollkornmehl
110 g Haferkleie
310 g kaltes Wasser
0,3 g Hefe (ungefähr 2 Reiskörner)

Hauptteig
Vorteig
390 g kaltes Wasser
690 g Weizenmehl Type 550 (bei mir Gelbweizen)
90 g Leinsamenschrot (bei mir Goldleinsamen, selbst geschrotet)
20 g Salz
20 g Butter (Olivenöl)
15 g Hefe
+ 3 Handvoll Haferflocken zum Bestreuen


Ungefährer Zeitfahrplan für Sonntagsbrötchen

Vorteig anrühren: Samstag, 7:30
Hauptteig kneten: Samstag, 19:30
Brötchen formen: Samstag, 20:40
Brötchen in die Wärme holen und Ofen vorheizen: 8:00
Brötchen backen: Sonntag, 9:00


Zubereitung:

Die Zutaten für den Vorteig gut verrühren und für 12 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Für den Hauptteig den Vorteig mit dem Wasser verrühren. Mit Weizenmehl und Leinsamenschrot 2 Minuten zu einem weichen Teig verkneten. (Bei mir war der Teig recht fest, so dass ich noch 3 EL Wasser dazu gegeben habe.)
20 Minuten quellen lassen. Dann Hefe, Salz und Butter zugeben und 6 Minuten schnell kneten. (Ich musste vor diesem Schritt den Teig auf 2 Portionen aufteilen, die Kitchen Aid hätte es sonst nicht geschafft.)

Den Teig 45 Minuten gehen lassen.

In ca. 19 Stücke von 95-100 g teilen. (Bei mir wurden es genau 19 Brötchen à 100 g.) Die Stücke rund schleifen und mit dem Schluß oben in ein bemehltes Bäckerleinentuch legen, das wiederrum auf einem (bzw. zwei) Bachblech(en) liegt. Die Brötchen etwas bestäuben und mit dem Leinen zudecken.

Für 12 Stunden im Kühlschrank bei 5°C reifen lassen. (Bei mir auf der Terasse, ungefähr 5 °C.)

Am Backtag die Brötchen aus dem Ofen auf 240 °C vorheizen, optimalerweise mit Pizzastein. (Wenn euer Ofen Schwaden kann, stellt 2 Schwaden ein, eine für jeden Backvorgang.)
Die Brötchen wenden. Mit etwas Wasser einpinseln, kreuzweise einritzen, mit Haferflocken bestreuen. In den Ofen einschießen.

Bei konstant 240 °C für 20 Minuten backen.




Zorra, Sandra, wie immer: Vielen Dank, es war mir ein Fest! Und ich freue mich aufs nächste Mal!


Mitgebacken und darüber gebloggt haben:
Chiliblüten
auchwas
Alexa 089
evchenkocht
Dagmars Brotecke
Backen Mit Leidenschaft
From-Snuggs-Kitchen
Herbs & Chocolate
Küchenkunstwerk
1x umrühren bitte aka kochtopf
Verkocht!
Katha-kocht!

Dienstag, 1. November 2016

Frühstücken wie eine Kaiserin XII

Lang, lang ist's her! Ich hab mal wieder ein bisschen Frühstücksinspiration für euch, besonders fürs milchmädchen, die sich diesen Post schon ein paar mal gewünscht hat. ;-)
Hier sind also ein paar Frühstücke aus den letzten anderthalb Jahren. Ich war ein bisschen bequem und hab meine Frühstücke nur noch für Instagram geknipst mit dem Handy, ab und zu hab ich aber noch die richtige Kamera rausgeholt. Weil ihr diese Postings aber immer so gerne mochtet, werd ich versuchen, das wieder zu ändern. :)

Brot mit Bärlauchbutter und Radieschen, Erdbeermilch, Kaffee

Mangolassi, Kaffee

Kirsch-Schokomüsli, Apfel, Kaffee

Rührei auf Brot, Mandarine, Kaffee

Porridge mit zerdrückter Banane, Rosinen und Pistazienbruch, Kaffee

Bananenbrot mit Kirschgrütze, Kaffee

Brot mit Tofuwurst von Taifun und Tartex Brotzeit Ungarisch, Gurke, Zitronenjoghurt, Mandarine, Kaffee

Reste vom Geburtstagskuchen, Joghurt mit Grapefruit, Kaffee

Schoko-Nuss-Aufstrich (Haselnussmus vermischt mit Kakaopulver und Ahornsirup), Kaffee

Früchtejoghurt, Hirsepoppies, frisch gepresster Grapefruitsaft, Kaffee

Brote mit Meerrettichstreich von Zwergenwiese, Sesam-Mandel-Tofu von Taifun, Gurke, Kaffee

Brot mit Hofgemüseaufstrich (vermute ich), Kichererbsenaufstrich von Alnatura, Tomaten, Kaffee

Müsli mit Joghurt und Apfel




Mittwoch, 19. Oktober 2016

Sobanudeln mit Zucchini und Erdnusssauce

Ich habe eine Schwäche für "irgendwie asiatische" Nudelgerichte. Das sind ja mal Neuigkeiten hier, oder? ;-)
Diese Nudeln habe ich gesehen bei Susanne und nicht mehr aus dem Kopf bekommen, so dass sie schon kurze Zeit danach auf meinem Teller landeten und etwas längere Zeit danach jetzt auch hier auf dem Blog.
Ich habe die Nudeln nicht in der Sesam, sondern in der Erdnuss-Variante gekocht. So sehr ich Tahin mag, Erdnussmus ist besser! Die Nudeln schmecken lauwarm, aber auch kalt. Sie eignen sich perfekt für die Lunchbox und sind ein superschnell gekochtes Feierabendessen.

Sobanudeln mit Zucchini und Erdnusssauce



Sobanudeln mit Zucchini und Erdnusssauce

Für 4 Portionen

Nudeln

2 EL schwarze Sesamsaat
2 EL geröstete Erdnüsse
3 Frühlingszwiebeln
600 g Zucchini (bei mir eine gelbe)
1/2 TL Salz
250 g Soba-Nudeln
Koriander

Sauce

3 cm Ingwer
1 Zehe Knoblauch
3 EL Erdnussmus
1 TL Misopaste (alternativ 90 ml Gemüsebrühe)
1 Zehe Knoblauch
Sojasauce
Limettensaft
1 Prise Chiliflocken


Zubereitung 

Sesam in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis er knistert und duftet. Die Erdnüsse grob hacken. Beides beiseite stellen.

Frühlingszwiebeln waschen und in dünne Ringe schneiden.

Die Zucchini mit dem Spiralschneider zu Spaghetti schneiden. Alternativ könnt ihr einen Julienneschneider nehmen oder einen Sparschäler und die Zucchini dann in dünne "Tagliatelle" schneiden.
In eine Schüssel geben mit dem Salz vermengen und ca. 20 Minuten lang ziehen lassen. Anschließend in ein Sieb geben, vorsichtig ausdrücken.

Die Nudeln in kochendem Wasser nach Packungsanleitung bissfest garen. In ein Sieb gießen, mit warmem Wasser abspülen und zurück in den Topf geben.

Für die Sauce die Knoblauchzehe ganz fein hacken. Den Ingwer schälen und reiben.
90 Wasser in einen kleinen Topf geben, Knoblauch, Ingwer, Erdnussmus, Misopaste, 3 EL Sojasauce und Chiliflocken dazu geben, mit dem Schneebesen verrühren und dann langsam erhitzen, bis die Sauce andickt.

Die Zucchinispaghetti, die Frühlingszwiebeln und die Nudeln vermengen. Sauce und Saft von einer halben Limette unterheben. Mit Sojasauce und Limettensaft abschmecken.
Mit gehacktem Koriander, Erdnüssen und Sesamsaat bestreuen.

Samstag, 15. Oktober 2016

Apfel-Muffins mit Knusperstreuseln

Zorras Blog feiert Geburtstag. Den 12. schon. Wahnsinn!! Zorras Blog ist eine Institution, ich bewundere, mit wie viel Hingabe und Disziplin sie fast täglich bloggt. Wie viele Blogevents sie schon ins Leben gerufen hat und, gemeinsam mit Sandra, das Synchronbacken ins Leben gerufen hat, ein Event, bei dem ich immer wieder gerne dabei bin.Liebe Zorra, danke für deine leckeren, vielfältigen Rezepte, deine tollen Blogevents, dein Engagement zur Vernetzung der Bloggerszene. Auf die nächsten 12 Jahre Kochtopf!
Zur Feier gibt's natürlich ein Blogevent. Zorra wünscht sich Muffins und auf den letzten Drücker habe auch ich geschafft, welche zu backen. Feine Apfel-Zimt-Muffins mit Knusperstreuseln nach Dr. Ö., bei mir aber unvegan, weil ich keine Margarine verwenden wollte. Die Muffins sind saftig, die Streusel superknusprig, genial. Ich mag Muffins und hoffe, dass sie tatsächlich wieder Trend werden.

Apfel-Muffins mit Knusperstreuseln



Apfel-Muffins mit Knusper-Muffins

Zutaten für 12 Muffins

Streuselteig
60 g Butter (oder Margarine)
50 g kernige Haferflocken
50 g Weizenmehl Type 550
60 g Rohrzucker (bei mir selbst angesetzer Vanillezucker)

Muffinteig
200 g Apfel (schon entkernt gewogen)
300 g Weizenmehl, Type 550
1 Pck. Weinstein Backpulver
1 großzügiger TL gemahlener Zimt
125 g Rohrzucker
1 Prise Salz
125 ml geschmacksneutrales Öl (meine Empfehlung: das Alnatura Bratöl)
250 ml Pflanzendrink (hier Dinkel)

+ etwas Butter für die Muffinform


Zubereitung

Backofen bei Ober-/Unterhitze auf 180 °C vorheizen.

Eine Muffinform buttern.

Für die Streusel alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und von Hand zu Streuseln verarbeiten. Dabei nicht zu intensiv kneten, sondern eher die Butter zwischen den Händen "zerreiben".

Apfel vierteln und in kleine Stücke schneiden.
Mehl mit Backpulver, Zimt, Zucker und Salz in einer Rührschüssel mischen. Öl und Pflanzenmilch dazu geben und mit einem Schneebesen verrühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Die Apfelstückchen unterheben.

Den Teig mit Hilfe von 2 Esslöffeln in der Muffinform verteilen. Streusel darüberkrümeln.

Das Blech auf die mittlere Backschiene schieben. Ca. 35 Minuten lang backen. (Stäbchenprobe)

Geburtstags-Blog-Event CXXIV - Muffins (Einsendeschluss 15. Oktober 2016 - Icons made by Freepik from www.flaticon.com)

Dienstag, 4. Oktober 2016

Cicoria catalogna-Salat mit warmem Kartoffeldressing und Räucherkäse

Kennt ihr Cicoria catalogna? Zu deutsch: Schnitt- oder Blattzichorie.
In Italien ist er weit verbreitet, hier findet man ihn eher selten. Laut dieser Internetseite soll es ihn aber durchaus geben in Deutschland. Ist er euch schon mal begegnet?
Ich habe den Salat nicht gekauft, sondern von meinen Eltern bekommen. Die haben den Salat auf italienischen Märkten entdeckt und dann Samen mit nach Hause genommen. Jetzt wächst der Cicoria catalogna in ihrem Garten. Wunderbar!

Cicoria catalogna

Er sieht ein bisschen aus wie Rübstiel, allerdings ist Rübstiel viel milder, der Cicoria catalogna hat deutlich mehr Bitterstoffe und erinnert mich ein wenig an Löwenzahn. Wenn ihr keinen auftreiben könnt, könnt ihr alternativ auch Endivien, oder im Frühjahr eben Löwenzahn nehmen. Sicher geht auch Feldsalat, da fehlt dann zwar das Bittere, aber Feldsalat und Kartoffeldressing sind eine Spitzenkombination und Feldsalat mit Speck (oder Raucharoma) eh ein Klassiker.
 
Nun zum zweiten Star in meinem Gericht: Vor ein paar Wochen war ich auf dem Glocknerhof. Dort werden Führungen angeboten (sehr interessant und informativ!). Nach der Führung gab es eine Verkostung. Die Käse waren alle sehr lecker, besonders angetan war ich vom Frischkäse mit Bockshornklee und vom "Räucherle", einem geräucherten Käse.

Käse vom Glocknerhof
Hinten links der beschwärmte Räucherkäse, rechts ein Käse nach Tilsiter Art. Vorne links Weichkäsle mit Knoblauch, daneben mit Bockshornklee.

Im Anschluss habe ich natürlich im Verkaufsraum zugeschlagen und unter anderem zwei Räucherle gekauft. Den einen habe ich gleich pur gegessen, der andere ist in den Salat gewandert.

Zubereitet habe ich den Salat wie meinen Löwenzahnsalat. Und ihr ahnt es vielleicht, der Räucherkäse diente als Speckersatz.
Da der Salat lauwarm gegessen wird, schmilzt der Käse leicht an und schmeckt ganz wunderbar zu dem Kartoffeldressing und dem leicht bitteren Salat.
Vielleicht bekommt ihr irgendwo Räucherkäse her. Sonst empfehle ich euch kross gebratenen Räuchertofu. 

Cicoria catalogna-Salat mit warmem Kartoffeldressing und Räucherkäse


Cicoria catalogna-Salat mit warmem Kartoffeldressing und Räucherkäse

Zutaten für 2 Portionen

250 g Kartoffeln
1 katalanischer Chicorée
1 EL Olivenöl
2 - 3 EL Weißweinessig
1 TL scharfer Senf
2 TL Ahornsirup
Salz, Pfeffer
heiße Gemüsebrühe
1 Räucherle, ca. 90 g (alternativ: kross angebratener Räuchertofu)


Zubereitung

1. Die Kartoffeln schälen, vierteln und in wenig Salzwasser weich dünsten.

2. Den Chicoree in ca. 2 cm (die Stiele) bzw. 3 cm (die Blätter) lange Stücke schneiden und gründlich waschen. Trocken schleudern.

3. Olivenöl, Weißwein, Senf und Ahornsirup verrühren. Die weichen Kartoffeln abgießen und ins Dressing geben. Mit dem Kartoffelstampfer zerstoßen. Ca. 50 ml heiße Brühe dazu gießen und verrühren. Pfeffern.

4. Den Chicorée unter das Dressing geben. Alles verrühren. Ggf. noch mehr Brühe an den Salat geben. Die Kartoffeln schlucken ordentlich Brühe.

5. Den Räucherkäse in ca. 0,5 x 0,5 cm große Stücke schneiden und unter den noch warmen Salat heben.

6. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und lauwarm genießen.