Mittwoch, 9. August 2017

Fougasse

Am Wochenende wurde synchrongebacken, bereits zum 19. Mal.
Das Rezept sagte mir sehr zu, leider war ich am Sonntag schon zum "Brunch auf dem Bauernhof" verabredet, so dass ich etwas asynchron mitgebacken habe, meine Fougasse kam schlussendlich erst um 21 Uhr am Sonntag aus dem Ofen. Trotzdem, ich bin froh, mitgebacken zu haben. Die Fougasse schmeckte fantastisch! Sicher eins der besten Brote, die ich je gebacken habe.

Fougasse

Die Vorlage stammt von Dietmar von homebaking.at, es gibt verschiedene Varianten. Ich habe mich für die mit Hefewasser entschieden. Das Backen mit Hefewasser war vollkommen neu für mich, ich hatte davor noch nie davon gehört. Eine sehr ausführliche Erklärung und Anleitung findet ihr hier beim Brotdoc, die Rezepte auf Homebaking sind doch meistens recht knapp gehalten. Deswegen gab's bei zorra sogar eine "Übersetzung" für das Rezept.
Der Teig ist wirklich sehr weich. Fast alle Mitbäckerinnen hatten sehr damit zu kämpfen - ein Anfängerrezept ist das also nicht. Aber: wer eine tolle, luftige Krume haben möchte, der braucht einen feuchten Teig. Und mit ein paar Tricks kommt man mit weichen Teig ganz gut zurecht - nur das Einschießen stellte mich vor Probleme, deswegen ist meine Fougasse sehr individuell geformt. ;-) Beim nächsten Mal werd ich doch den Ratschlag beherzigen und die Fougasse auf einem Backpapier einschießen.


Fougasse


Zutaten für 3 Stück:

1. Hefewasser
200 ml lauwarmes Wasser
50 g Bio-Rosinen
15 g Honig

2. Vorteig
150 g Hefewasser
150 g Weizenmehl Type 550

3. Autolyseteig
Vorteig
350 g Weizenmehl Type 550
210 g zimmerwarmes Wasser

4. endgültiger Teig
Autolyseteig
11 g Salz
40 - 60 g Wasser (bei mir 40 g)
(ggf. noch etwas  1-3 g Hefe - das war bei mir aber nicht nötig)

+ Mehl und Olivenöl zum Verarbeiten des Teiges


Zubereitung (und Zeitplan zum Backen am Sonntag)

Mittwochabend:
Hefewasser ansetzen. Dazu alle Zutaten in ein Glas geben (mindestens 400 ml fassend) und verschließend. Die nächsten Tage morgens und abends schütteln und einmal am Tag das Glas öffnen, damit sich nicht zu viel Druck aufbaut, der das Glas zum Bersten bringt.

Samstagnachmittag oder -abend (je nachdem, zu wann es das Brot geben soll):
Das Hefewasser in eine Schüssel geben. 150 g davon (bei mir blieben 165 g übrig, die habe ich komplett verwendet) mit der gleichen Menge Mehl mischen. Zudecken und 14 - 18 Stunden stehen lassen.

Sonntagmorgen bis -nachmittag:
Der Teig sollte sehr aktiv sein und blubbern. (So wie hier.)  Das Mehl und das Wasser für den Autolyseteig zum Vorteig geben und kurz verrühren, bis sich alles verbunden hat. Dann 30 Minuten ruhen lassen.

Nach 30 Minuten das Salz hinzufügen und den Teig langsam verkneten, bis der Teig sich vom Schüsselrand löst. Jetzt schnell weiterkneten und das Wasser nach und nach hinzufügen, bis das Wasser vollständig aufgenommen und der Teig glatt ist. (Bei mir ca. 7 Minuten.)

Den Teig in eine geölte Schüssel geben, luftdicht verschließen und dann gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist und sich Luftbläschen bilden. (Bei mir ca. 2,5 Stunden, Standplatz in der Sonne.)

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und falten. Zurück in die Schüssel legen und 30 - 40 Minuten gehen lassen.
Den Teig jetzt dritteln (ca. 300 g/Stück) und auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund "falten". Der Teig ist sehr weich, deswegen darauf achten, dass die Arbeitsfläche durchgehend bemehlt ist und die Hände vor dem Verarbeiten des Teigs mit Olivenöl einreiben - dann bleibt kein Teig daran kleben.

Die runden Teiglinge weitere 60 Minuten gehen lassen.

Den Pizzastein auf 250 °C einheizen.

Die Teiglinge vorsichtig in die Länge ziehen, am besten direkt auf einem Backpapier. Dabei aufpassen, dass die Luftblasen nicht zerdrückt werden. Mit einem scharfen Messer oder einer Teigkarte aus Edelstahl einschneiden und in die typische Fougasse-Form bringen.

Auf den Pizzastein setzen. Unter 2 Schwaden backen, die Temperatur nach 10 Minuten auf 220 °C reduzieren und fertigbacken. (Bei mir deutlich kürzer als die angegebenen 30 Minuten.)




Der Zeitfahrplan für den Samstag + Sonntag in der Übersicht (beispielhafte Uhrzeiten)

Samstag
18:00 Vorteig ansetzen

Sonntag
10:00 Autolyseteig herstellen, 30 Minuten Teigruhe
10:30 endgültigen Teig kneten, ca. 2,5 Stunden Teigruhe
13:15 Teig falten, 40 Minuten Teigruhe
14:00 Teig dritteln, Teigline rund formen, 1 Stunde Teigruhe, Ofen vorheizen
15:00 Fougasse backen



Fougasse


Und hier noch meine Mitbäckerinnen und deren Beiträge zur #synchronfougasse

Sandra von From Snuggs Kitchen
Zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Petra von Obers trifft Sahne
Jeanette von Cuisine Violette
Siomone von zimtkringel
Birgit M. von Backen Mit Leidenschaft
Birgit D von Birgit D – Kreativität in Küche, Haus & Garten
Dagmar von Dagmars Brotecke
Karin von Food for Angels and Devils
Christina von The Apricot Lady
Conny von Mein wunderbares Chaos
Ingrid von auchwas

Vielen Dank, liebe Sandra, liebe Zorra, für das tolle Rezept!  

Samstag, 5. August 2017

Brombeer-Muffins mit Schokolade

Meine Eltern sind aktuell im Urlaub, also wechsle ich mich mit meiner Schwester mit dem "Gartendienst" ab. Am Wochenende erntete ich eine Menge Brombeeren, die wollte ich verbacken. Ich befragte eine meiner zuverlässigsten Rezeptquellen (danke Justine!), die mir dieses Rezept schickte. Im Original sind das die "Classic Blueberry Muffins" von Cynthia Barcomi, die wurden eben durch die Brombeeren ersetzt und Schokolade dazu gedichtet. Eigentlich weiße, aber ich hatte nur noch 25 g. Dunkle Schokolade passt aber auch sehr gut zu Brombeeren.

Brombeer-Schoko-Muffins

Brombeer-Muffins mit Schokolade


Zutaten für 12 Muffins

Trockene Zutaten
350 g Mehl 405, gesiebt
2 TL Backpulver
1 Prise Salz

Nasse Zutaten
125 g Butter
130 g Zucker
Mark einer 1/2 Vanilleschote
2 Eier
125 g Milch

+ 280 g Brombeeren
+ 75 g zartbittere Schokolade
+ 25 g weisse Schokolade
+ Butter für die Muffinform


Zubereitung

Ofen auf 200 °C Ober-Unterhitze vorheizen.
Muffinform einfetten.

Die trockenen Zutaten mischen.

Die Schokolade in teils grobe, teils feine Stücke hacken.

Die Butter in einem Topf schmelzen. Ich habe sie leicht bräunen lassen für ein intensiveres Aroma.
Butter und Zucker in eine große Schüssel geben und mit einem Schneebesen verrühren. Das Vanillemark, Eier und Milch dazu geben und verrühren. Trockene Zutaten dazu geben und nur ganz kurz verrühren.

Brombeeren und Schokolade vorsichtig unteheben.

Den Teig mit Hilfe von 2 Esslöffeln auf die Form verteilen.

Ca. 18 - 22 Minuten backen. (Stäbchenprobe.)

...
Rezeptquelle: Cynthia Barcomi 


Brombeer-Muffins mit Schokolade

Sonntag, 30. Juli 2017

Mediterraner Flammkuchen mit Ricotta und Zucchini

Mediterraner Flammkuchen? Vielleicht sollte ich es besser "Pizza Bianca" nennen? Egal, ob Pizza oder Flammkuchen, geschmacklich (und optisch) ein wahrer Genuss!
Man könnte natürlich auf die Spielerei mit den verschieden farbigen Zucchini verzichten, aber das Auge isst mit!

Pizza Bianca mit Ricotta und Zucchini


Mediterraner Flammkuchen aka Pizza bianca mit Ricotta und Zucchini


Zutaten für 2 Stück

Teig
200 g Mehl
115 g Wasser
1/2 TL Salz
4 g Hefe (ein etwa erbsengroßes Stück)
15 g Bratolivenöl

Belag
200 g Ricotta
1 - 2 Knoblauchzehen (nach Belieben)
1 TL mediterrane Kräutermischung (bei mir "Korsika" von Lebensbaum)
schwarzer Pfeffer
40 g fein geriebener Parmesan
1 kleine grüne Zucchini (ca. 15 cm)
1 kleine gelbe Zucchini
1 handvoll Basilikumblätter
Pul Biber


Zubereitung

Für den Teig alle Zutaten außer Öl mischen und ca. 5 Minuten auf niedriger Stufe zu einem geschmeidigen Teig kneten. Öl hinzufügen und 5 Minuten auf höherer Stufe weiterkneten. Den Teig aus der Maschine nehmen, zu einer Kugel formen und in eine Schüssel legen. Luftdicht verschließen und für ca. 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Am Backtag den Ofen mit Pizzastein auf höchstmöglicher Stufe Ober-Unterhitze vorheizen. (Bei mir 280 °C)

Den Teig aus dem Kühlschrank holen. In zwei Teile teilen und zu zwei Kugeln formen.
Die Knoblauchzehen schälen und durch die Knoblauchpresse pressen. Mit den Gewürzen zum Ricotta geben. Den Parmesan über die Masse rühren. Abschmecken.
Die Zucchinis waschen und mit den Sparschäler in Streifen "schneiden".

Eine Teigkugel rund auswallen. Mit der Hälfte Ricottamasse bestreichen, die Zucchinscheiben überlappend darauflegen. Auf einen Schießer ziehen. Auf den heißen Pizzastein setzen. Ca. 10 Minuten backen, bis der Rand schön gebräunt ist. Mit der zweiten Portion ebenso verfahren.

Zum Servieren mit gehacktem Basilikum und Pul Biber bestreuen.


Mittwoch, 5. Juli 2017

Hefekuchen mit Mohn und Streuseln

Letztes Wochenende fand das 18. Synchronbacken statt. Ich war endlich mal wieder mit von der Partie.
Zorra und Sandra haben sich dieses Mal ein süßes Rezept ausgesucht, den Almhefekuchen vom Plötzblog. Der Boden war fest vorgegeben, den Belag konnte jede sich selbst aussuchen. Der Trend ging zum Pudding mit Obst. Ich habe mich für einen Mohnbelag mit Streuseln entschieden. Nach einem Rezept aus einem ganz alten Thermomixkochbuch. Den Kuchen habe ich mir früher immer zum Geburtstag gewünscht. Eine schöne Gelegenheit, das Rezept wieder auszugraben.
Der Boden ist mir etwas zu dick. In meinem Standard-Rezept für den Mohn-Streuselkuchen werden 400 g Mehl verwendet, daran würde ich mich das nächste Mal halten. Die Mengen für die 400 g-Version stehen deswegen in Klammern, fürs nächste Mal vorgemerkt. Der Boden an sich ist nämlich auch noch nach 2 Tagen wirklich lecker, bei süßem, hellem Hefeteig ist das ja meistens so ne Sache.


Hefekuchen mit Mohn und Streuseln


Hefekuchen mit Mohn und Streuseln

Boden
540 g (400) Weizenmehl 550
250 g (185) Milch (3,8% Fett, 5°C)
55 g (40) Zucker
6 g (4) Salz
35 g (26) Eigelb (5°C)
11 g (8) Frischhefe
55 g (40) Butter (5°C)

Mohnmasse
1 Handvoll Rosinen
3 EL Marsala
250 g Mohn
125 g selbstangesetzer Vanillezucker
75 g Grieß
75 g Butter
500 g Milch
2 Eier
Abrieb einer halben Bio-Zitrone


Streusel
300 g Mehl
150 g Butter
125 g Zucker


Zubereitung

Am Vorabend Zucker und Salz in Milch lösen. Dann die übrigen Zutaten (außer Butter) zugeben. Ca. 5 Minuten im Thermomix auf der Knetstufe kneten. Dann ca. 4 Minuten die Butter unterkneten, bis keine Butterstückchen mehr zu sehen sind und ein glatter Teig entstanden ist. (Alternativ zum Thermomix den Teig nach Originalrezept herstellen.)
Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Kugel formen. 
Eine Schüssel leicht mit Butter einfetten und die Teigkugel hineinlegen. Luftdicht verschließen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. (Ca. 8 - 12 Stunden.)

Am nächsten Tag den Teig auf Blechmaß ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Wenn vorhanden, einen eckigen Kuchenring darum legen. Abgedeckt ca. 1,5 Stunden bei Raumtemperatur (ca. 20 °C) gehen lassen.

Die Rosinen in Marsala einlegen.

Für die Streusel alle Zutaten in den Thermomix geben und auf Stufe 6 ca. 10 Sekunden Streusel herstellen. In eine Schale füllen und beiseite stellen.

Den Mohn 1 Minute lang auf Turbostufe hinzufügen. Dann den Schmetterling einsetzen und alles (außer den Rosinen) hinzufügen. Ca. 9 Minuten, Stufe 2, 100 °C kochen, bis die Masse dick wird.

Die lauwarme Mohnmasse auf den Teig geben. Die Streusel darüberkrümeln.

Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Für ca. 40 Minuten backen.


Und hier die Liste meiner Mitbäckerinnen. Durchklicken lohnt sich sicher bei den ganzen tollen Varianten!


Zorra von 1x umrühren bitte aka Kochtopf
Sandra von from snuggs kitchen
Sonja von soni-cooking with love
Eva von evchenkocht
Dagmar von Dagmars Brotecke
Katrin von krabsch
Anna von Teigliebe
Karin von Food für Angels and Devils
Cairlinn von Cairs Spielwiese
Simone von S-Küche
Simone von Zimtkringel
Steffi von Kochtrotz
Birgit von Backen mit Leidenschaft/a>
Tanja von Tanja´s Süß & Herzhaft

Montag, 5. Juni 2017

Junge Kartoffeln in pikanter Tomatensauce

Hmmm, junge Kartoffeln! Mit ganz zarter Schale, die man auch einfach mitessen kann.
Meine Kartoffeln baden in einer pikanten Tomatensauce. Das ist keine klassische Kombination (ich hätte die Sauce wohl eher mit Pasta kombiniert), aber gerade diese spannende Kombination macht das Essen so lecker. Die Idee dazu hatte Christina, deren Blog leider seit viele Monaten verwaist ist. (Wenn du das lesen solltest, Christina: Komm zurüüück!)


Junge Kartoffeln in pikanter Tomatensauce


Junge Kartoffeln in pikanter Tomatensauce

Zutaten für 2 Portionen

Kartoffeln nach Hunger
3 EL Olivenöl
1/2 TL Paprikapulver, edelsüß
grobes Salz
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 Zweige Rosmarin
2 Zweige Thymian
1/2 TL Paprikapulver, rosenscharf
1 EL Balsamico
1 Prise Zucker
100 ml Ofengeröstete Tomaten (statt Tomatenmark)
1 Dose gehackte Tomaten
Salz
schwarzer Pfeffer
1 EL Kapern
schwarze Oliven
100 g Feta
1/2 Bund grob gehackte Petersilie


Zubereitung

Den Ofen auf 200 °C vorheizen.
Die Kartoffeln waschen. In einer Schüssel mit 2 EL Öl und 1/2 TL Paprikapulver mischen. (Am besten mit den Händen.) Die Kartoffeln auf ein Bachblech geben, mit etwas grobem Salz bestreuen. Ca. 45 Minuten backen, dabei 2 - 3 Mal wenden.

Während die Kartoffeln im Ofen sind, die Zwiebel in feine Stücke schneiden. Koblauch und Kräuter ebenfalls fein hacken.
In einer Pfanne 1 EL Öl erhitzen. Die Zwiebel darin glasig andünsten. Knoblauch, Kräuter und Paprikapulver dazu geben. Ca. eine Minute mitanbraten, dann Balsamico und Zucker dazu geben. Die Tomaten in die Pfanne geben und dann mit einer Prise Salz würzen. Die Tomaten ca. 15 Minuten ankochen lassen, bis eine dicke Sauce entsteht.
Die Kapern grob hacken. Zusammen mit der Hälfte der Petersilie unter die Sauce rühren und dann die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Sauce auf zwei Tellern verteilen, die Kartoffeln darauf geben. Die Oliven ebenfalls auf den Teller geben, den Feta darüber krümeln und die restliche Petersilie darauf verteilen.

Junge Kartoffeln in pikanter Tomatensauce